Garnelenfutter kaufen – direkt vom Züchter

Garnelen-Pott.de · Was wir selbst verfüttern

Garnelenfutter kaufen – direkt vom Züchter

  • Eigene Herstellung
  • Rein pflanzlich
  • Von Hand gemischt
  • 75 Aquarieneigene Zuchtanlage in Essen
  • Kein Importjedes Tier hier geboren
  • 4,9 von 5aus Google-Bewertungen
  • Versand Mo–MiAbholung nach Absprache

Garnelenfutter – was deine Tiere wirklich brauchen

Garnelenfutter kaufen ist einfach – das richtige Futter zusammenstellen nicht. Wir füttern hier in Essen jeden Tag rund 75 Becken, vom Neocaridina-Massenbecken bis zum Caridina-Zuchtstamm. Was in diesem Regal steht, steht bei uns auch im Keller. Nichts davon ist gelistet, weil ein Vertreter nett gefragt hat.

Welches Futter brauchen Garnelen wirklich?

Weniger, als die meisten denken. In einem eingefahrenen Becken mit Aufwuchs, Laub und ein bisschen Algen finden Garnelen einen Großteil ihrer Nahrung selbst. Futter ist Ergänzung, kein Grundnahrungsmittel. Der Fehler Nummer eins bei Einsteigern ist nicht das falsche Futter – es ist zu viel davon.

Sinnvoll ist ein kleiner Grundstock aus vier Bausteinen: ein Hauptfutter für den Alltag, etwas Mineralisches für die Häutung, etwas Pflanzliches für Farbe und Vitamine und Laub als Dauerfutter. Alles Weitere ist Feintuning.

Hauptfutter – die tägliche Basis

Hauptfutter kommt als Pellet, Stick oder Granulat ins Becken und ist das, was zwei- bis dreimal die Woche gereicht wird. Gutes Hauptfutter zerfällt nicht sofort zu Staub, trübt das Wasser nicht und wird innerhalb von ein bis zwei Stunden abgeräumt. Bleibt nach drei Stunden noch etwas liegen, war die Portion zu groß.

Bei uns laufen hier vor allem die SHRIMPYS® Bite-Pellets sowie bewährte Klassiker wie Shirakura Ebi Dama und die Sticks von Garnelen4you.

Mineralfutter – für Panzer und Häutung

Jede Häutung kostet Mineralien. Fehlen die, bleibt der alte Panzer hängen – das ist der berüchtigte weiße Ring, an dem Garnelen sterben. Mineralfutter mit Seealgen, Muschelkalk oder Montmorillonit puffert genau das ab, gerade in weichem Osmosewasser bei Caridina.

Wenn bei dir Häutungsprobleme auftreten, lies vorher warum sich Garnelen nicht häuten – oft liegt es an den Wasserwerten und nicht am Futter.

Proteinfutter – Wachstum, tragende Weibchen, Zucht

Protein braucht es phasenweise: wenn Jungtiere wachsen, wenn Weibchen Eier tragen, nach einer Umstellung. Bierhefe, Insektenprotein oder Wasserflöhe liefern das. Dauerhaft täglich Protein ist dagegen der schnellste Weg zu Planarien und Blasenschnecken-Explosionen.

Faustregel aus 15 Jahren Zucht: ein Proteintag pro Woche reicht, in der Aufzucht zwei.

Farbfutter – Paprika, Karotte, Rote Beete

Farbe kommt zuerst aus der Genetik, dann aus dem Futter. Ein schlecht selektierter Blue Dream wird auch mit Astaxanthin nicht blau. Aber eine gut gezogene Bloody Mary verliert ohne Carotinoide sichtbar an Tiefe. Paprika, Karotte, Rote Beete und Spirulina sind die Klassiker, und sie wirken innerhalb von drei bis vier Wochen.

Wenn deine Tiere blass werden, steckt oft mehr dahinter als Futter: warum Garnelen ihre Farbe verlieren.

Aufzuchtfutter für Junggarnelen

Junggarnelen sind in den ersten Wochen zu klein für Pellets. Sie brauchen Staubfutter, das sich im Wasser verteilt und auf Moos und Scheiben liegen bleibt, oder Biofilmbildner, die den Aufwuchs im Becken hochfahren. Wer Nachzucht will, füttert nicht die Elterntiere – er füttert das Becken.

Dafür gibt es bei uns den SHRIMPYS® BabyBoost und Biofilm-Produkte wie GlasGarten Bacter AE.

Naturfutter – Laub, Erlenzapfen, Walnussblätter

Das unterschätzteste Futter überhaupt, und das günstigste. Laub zersetzt sich langsam, bildet Biofilm und ist damit rund um die Uhr Nahrung – besonders wichtig, wenn du im Urlaub bist. Zusätzlich geben Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter Gerbstoffe ab, die keimhemmend wirken.

Mehr dazu im Ratgeber: Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter im Garnelenbecken. In jedem unserer Becken liegt Laub – das ist keine Deko.

Shrimp Lollies – Futter zum Zugucken

Ein Lolli ist Hauptfutter auf einem Stab. Der praktische Teil: Du siehst genau, wie viel gefressen wird, und kannst den Rest nach einer Stunde wieder rausnehmen. Der schöne Teil: Die Tiere sammeln sich sichtbar daran. Für alle, die ihr Becken nicht nur pflegen, sondern auch beobachten wollen.

Wie oft und wie viel füttern?

  • Neu eingerichtetes Becken: in den ersten zwei bis drei Wochen gar nicht oder minimal – Aufwuchs reicht.
  • Eingefahrenes Becken: zwei- bis dreimal pro Woche, nicht täglich.
  • Menge: so viel, dass nach ein bis zwei Stunden nichts mehr liegt.
  • Ein Futtertag Pause pro Woche schadet keiner Garnele – im Gegenteil.

Ausführlich mit Wochenplan: Garnelen richtig füttern.

Zu viel gefüttert – woran du das merkst

Planarien, Blasenschnecken in Massen, milchiges Wasser, Futterreste am nächsten Morgen, steigende Nitritwerte. Das sind keine Schädlingsprobleme, das sind Fütterungsprobleme. Wer die Futtermenge halbiert, löst die meisten davon in zwei Wochen ohne jedes Mittel – siehe Planarien im Garnelenbecken.

Futter für Neocaridina und Caridina – gibt es einen Unterschied?

Beim Hauptfutter kaum. Der Unterschied liegt in der Mineralversorgung: Caridina leben in weichem Osmosewasser mit niedrigem Leitwert, dort ist der Mineralpuffer dünner und Mineralfutter wichtiger. Neocaridina im Leitungswasser bekommen einen Teil davon über die Härte mit. Was der Unterschied sonst bedeutet, steht hier: Neocaridina oder Caridina?

Warum wir eigenes Futter herstellen

Irgendwann haben wir aufgehört zu suchen und angefangen zu mischen. Daraus ist SHRIMPYS® geworden: rein pflanzlich, ohne Fischmehl, in Essen gemischt und abgefüllt, registriert als Futtermittelbetrieb. Was hier bei über 45 Zuchtformen funktioniert, funktioniert auch in deinem Becken. Wer alles einmal durchprobieren will, nimmt die Futter-Sets.

Passende Tiere dazu findest du bei den Garnelen aus eigener Nachzucht.

Welches Futter passt zu deinem Becken?

Schreib uns, welche Arten bei dir schwimmen und wie viele. Wir sagen dir, womit wir selbst füttern würden – und wie oft.