Mit wie vielen Garnelen beginne ich am besten?
Diese Frage stellen mir in der Beratung 80% aller Kunden.
Einsteiger machen hierbei oft den gleichen Fehler:
Sie starten mit viel zu wenigen Garnelen – und wundern sich später, warum die Gruppe nicht stabil läuft, Farben blass bleiben oder sich kaum Nachwuchs entwickelt.
In diesem Ratgeber erkläre ich dir verständlich, wie viele Garnelen du wirklich zum Start brauchst – und warum die richtige Startgröße entscheidend für langfristigen Erfolg ist.
Warum ist die Startanzahl so wichtig?
Garnelen sind Gruppentiere und fühlen sich in einem stabilen, ausreichend großen Stamm deutlich wohler. Eine zu kleine Startgruppe bedeutet:
- weniger Sicherheit → Garnelen bleiben versteckt
- weniger Aktivität → Becken wirkt „leer“
- langsamere Entwicklung einer stabilen Population
- höhere Gefahr von genetischer Schwäche, wenn man nur wenige Tiere nimmt
Ein guter Start sorgt für gesundes Sozialverhalten, kräftige Farben und eine stabile Vermehrung.
Neugierig, wie viele Garnelen wirklich ins Becken passen? Schau dir unser Video an – hier gibt’s die knackigen Tipps ohne Blabla!
Empfehlung: Mit wie vielen Garnelen sollte man starten?
🔹 Minimum für kleine Becken (20–30 Liter): Mindestens 10 Garnelen
Wenn du sehr klein starten möchtest, reichen 10 Tiere als unterste Grenze – aber optimal ist das nicht. Die Gruppe wirkt klein, und es dauert lange, bis sie sich sichtbar entwickelt.
🔹 Optimal für kleine bis mittlere Becken (20–60 Liter): 20–30 Garnelen
Das ist die beste Startgröße für die meisten Aquarien. Vorteile:
- schnelle Stabilisierung der Gruppe
- stärkere Farben durch Wohlbefinden
- schneller Nachwuchs
- deutlich aktiveres Verhalten im Becken
- harmonischeres Sozialleben
Wenn du wirklich Freude am Beobachten und ein schönes, lebendiges Aquarium möchtest, sind 20–30 Tiere absolut ideal.
Was ist bei größeren Aquarien?
🔹 60–120 Liter: 30–50 Garnelen
Mehr Platz = größere Anfangsgruppe.
Das Becken wirkt sofort lebendig, und die Population entwickelt sich natürlich.
Welche Art spielt eine Rolle?
Neocaridina (z. B. Blue Dream, Red Fire):
→ wachsen schnell, daher eher 20–30 Tiere starten
Caridina (z. B. Taiwan Bee, Crystal Red):
→ langsamer, empfindlicher → Start mit 15–25 Tieren empfehlenswert
Kann ich später aufstocken?
Ja – aber starte lieber direkt gut, denn:
- Neue Tiere bringen beim späteren Nachsetzen immer etwas Stress
- Der Stamm entwickelt sich harmonischer, wenn er zusammen groß wird
Fazit
Für ein gutes, stabiles und schönes Garnelenbecken gilt:
Optimaler Start: 20–30 Garnelen
Minimum: 10 Garnelen (nur bei sehr kleinen Becken)
Damit sorgst du für einen perfekten Start, gesunde Tiere und langfristig eine aktive, stabile Population.